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Eine der Qi Gong Techniken ist es, während der Praxis unser Qi vom unteren Dantien (Gebiet zwischen Nabel und Ming Men) nach unten entlang der Beine zu den Füßen und dort zu den Fußballen zum Akkupunkturpunkt Yong Quan zu leiten, der in Deutsch sehr treffend mit der „Sprudelnden Quelle“ übersetzt wird.
Durch diesen wichtigen Punkt nehmen wir Energie aus der Erde auf und leiten diese in den Körper, und wir geben auch verbrauchte Energie ab. Nun liegt dieser Punkt auf unserer Fußsohle. Interessant, dass in der englischen Sprache das Wort „Sole“ Sohle heißt und „soul“ Seele – erstaunlich verwandt, diese beiden Wörter - Zufall?
In der Fußreflexionsmassage liegt der Yong Quan Punkt genau zwischen dem Bereich „Geist“ (Denken) und „Seele“ (Fühlen). In unserer Zhineng Qigong Praxis lenken wir bewusst mit unserem Geist das Qi zu den Füssen, um uns tief in der Erde zu verwurzeln. So wie Doris Lessing bemerkt:
„Apropos Gehen: Wohin sollen wir gehen, wenn nicht nach innen?“ Verwurzeln wir uns also förmlich von innen. Fest auf der Erde stehend, werden wir interessanterweise beweglicher, wie kann das sein? „Wer mit den Füßen fest auf der Erde steht, kann mit dem Scheitel den Himmel berühren.“ (Hans Kudszus) Auch dieses Prinzip berücksichtigen wir bei dem Üben vom Zhineng Qigong ´- verwurzeln wir uns doch tief in der Erde und öffnen uns gleichzeitig der Heilenergie des Universums, einfacher ausgedrückt: Durch die Füße geben wir Energie ab und nehmen Energie auf, mit dem Scheitelpunkt Bai Hui öffnen wir uns nach oben und nehmen ebenfalls Heilenergie auf.
Wir optimieren unsere Körperhaltung, wenn wir im wahrsten Sinne mit beiden Beinen auf dem Boden stehen und unser Gewicht gleichmäßig verteilen. Wenn wir die Füße einseitig belasten, so wirkt sich dieses Ungleichgewicht über die Knöchel, die Knie, die Hüfte, entlang der Wirbelsäule bis zum Kopf aus! In unserer Zhineng Qigong Praxis trainieren wir dies durch das Prinzip „Shifting“ und lernen, dadurch stärker in Balance zu sein. Im Daoismus wird gesagt: Eine Reise von 10.000 Meilen beginnt mit einem ersten Schritt. Und auch: Der erste Schritt ist der einfachste und gleichzeitig am Schwierigsten. Wer von uns hat diese Erfahrung noch nicht gemacht: Wir haben eine tolle neue Idee, vielleicht ein neues Projekt oder eine neue Geschäftsidee oder die Idee für ein neues Hobby. Vielleicht möchten wir auch eine neue Sprache lernen oder uns ein anderes Wissensgebiet aneignen. Vielleicht auch neue Wege GEHEN, neue Menschen kennen zu lernen. Wie oft verGEHEN Monate zwischen der Idee und der konkreten Umsetzung des ersten Schrittes und dann fragen wir uns: Wieso haben wir eigentlich so lange gewartet - auf beiden Füßen stehend, sich nicht bewegend, im wahrsten Sinne verharrend? Nur um doch festzustellen, dass nach dem ersten Schritt die nächsten Schritte nicht nur einfacher sind, sondern uns auch enorm bereichern, motivieren und inspirieren. Auch wissen wir doch genau, dass jede Reise aus kleinen Schritten besteht und dass wir merkwürdigerweise nie ankommen. „Wer einen Standpunkt allzu lange VERTRITT, bekommt schiefe Absätze!“ Gustav Knuth In diesem Sinne: "Gestalte weise, Deine Reise"!
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